| Die Hofanlagen |
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In der Weichselniederung haben die Siedler einen charakteristischen Haustyp gebaut, der unter einem Dach alle unentbehrlichen Wirtschaftsteile vereinigte: das Wohnhaus, die Stallungen und die Scheune. Wesentliche Veränderungen traten erst in der 2. Hälfte des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Die nachfolgenden Beschreibungen und die historische Entwicklung des Bauernhauses im Weichseldelta haben wir Otto Kloeppel, dem damaligen Professor der Technischen Universität in Danzig zu verdanken, der sie 1924 in einem Sammelband veröffentlichte. Prof. Kloeppel unterscheidet zwei Typen des Bauernhauses: 1. Bauernhöfe, die Wohn- und Wirtschaftsfunktionen in einem Gebäude vereinigten. Sie wurden in weitere Gruppen eingeteilt: 2. Laubenhäuser, die er weiter in drei Gruppen eingeteilt hat: Die Erforschung der einteiligen Hofanlage wurde sehr erschwert, da sich fast keine Bauten aus der früheren Ansiedlungsperiode (16. und 17. Jh.) erhalten haben. Es wird angenommen, dass die mennonitische Bautradition so stark war, dass der Hauptty des Gebäudes sich bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts erhalten hat. Der Anbau der Laube als Schmuckelement erfolgte wahrscheinlich Ende des 18. bzw. zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit der Lockerung der mennonitischen Bräuche und dem Durchdringen fremder Elemente trennen im 19. Jahrhundert viele Mennoniten in der Weichselniederung ihre Wohnhäuser von den Wirtschaftsgebäuden. Viele bauten sich größere und repräsentativere Laubenhäuser. Unter ihrem Einfluss nehmen beide Haustypen - das Vorlaubenhaus und der Wohnteil der einteiligen Wohnanlage – ähnliche Form an. |
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| Letzte Aktualisierung ( 18.05.2006 ) |



